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Love & Mercy Biopic


Re: Love & Mercy Biopic

Beitragvon Manfred » 27. Jun 2015, 09:33

Nach meinen neuesten Infos soll BRian die UK Termine abgesagt haben.
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Re: Love & Mercy Biopic

Beitragvon Heinz » 27. Jun 2015, 10:33

Irgendwann ist es für jeden einmal Zeit, sich zurückzuziehen. Es stellt sich gerade bei Künstlern immer wieder die Frage, wann es einen günstigen Ausstiegspunkt gibt. Leider wird dieser oft übersehen, weil man ja noch dieses, jenes oder welches oder sogar ein Rock'n Roll Album einspielen will.
Tourneeabsage als Einstieg für den Ausstieg? Ich hoffe es, insbesondere nach Pier Pressure.
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Re: Love & Mercy Biopic

Beitragvon hoddori » 27. Jun 2015, 15:24

Manfred siehe meinen vorhergehenden Beitrag
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Re: Love & Mercy Biopic

Beitragvon Martin » 27. Jun 2015, 20:29

Steht ja da - heuer keine UK-Tour, aber eventuell 2016 um in England noch einmal Pet Sounds (50 Jahre) zu zelebrieren.

Schauen wir mal.

Wenn es das jetzt wirklich war, ist es ein unrühmliches Ende. Das die letzten beiden Alben beide mit oder von Joe Thomas gemacht wurden, da dreht sich mir immer noch alles um. Beide waren musikalische Fiaskos. Punkt.

Schade ist es um Brian´s Band. Schön, dass sie mehr oder minder über die Jahre doch zusammen blieb. Auf der anderen Seite geht mir nach dem Weggang von jeffrey dort auch einiges ab.
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Re: Love & Mercy Biopic

Beitragvon Gene » 29. Jun 2015, 07:38

zum Filmstart in FFM startet Günter Kümmel eine Ausstellung zu Brian Wilson.

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Re: Love & Mercy

Beitragvon Gene » 8. Jul 2015, 09:48

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Re: Love & Mercy Biopic

Beitragvon Uwe » 24. Jul 2015, 12:58

Hab den Film jetzt auch endlich sehen können und finde vieles bestätigt, was Roland weiter oben so schön geschrieben hat.
Bei den kritischeren Kommentaren fühle ich mich sehr an meine Reaktion auf Vilsmaiers "Comedian Harmonists" seinerzeit erinnert. Bei dem Thema stand ich damalas auch exzellent im Stoff, hatte alles gelesen, gesehen und gehört, was der Markt so hergab und sogar einen ganzen Tag mit dem inzwischen verstorbenen Nachlassverwalter von Robert Biberti verbracht, der auch Mitherausgeber einer "CH"-CD-Serie war, und mir seine Schätze zeigen lassen. Da hat mich die allgemeine Begeisterung über den Film regelrecht geärgert angesichts der vielen "Fehler" und Ungenauigkeiten, die er enthielt, einschließlich der Ungerechtigkeit in der Charakterisierung und Rollengewichtung bestimmter Personen. Brauchte ziemlich lange um zu realisieren, dass da eine eigentlich fast unlösbare Aufgabe erstaunlich souverän gemeistert wurde, nämlich das WESENTLICHE der realen Geschichte in eine fiktionale Version davon hinüber zu retten, die ein Spielfilm nun mal immer ist. Der soll ja die Leute auch erreichen, muss sie emotional packen, eine nachvollziehbare Handlung haben, bestimmten formalen und ästhetischen Ansprüchen genügen, um auf dem Markt überhaupt ne Chance zu haben. Das muss man erst mal alles unter einen Hut bekommen, wenn man gleichzeitig an bestimmte historische Fakten gebunden ist, die man so "nebenbei" auch noch vermitteln möchte. Es ist eben keine wissenschaftliche Dokumentation, sondern ein Unterhaltungsmedium, mit der Betonung auf MEDIUM, also einem Instrument zur "Vermittlung" zwischen dem Gegenstand der Handlung und dem damit überwiegend unvertrauten Zuschauer. Da sind die Insider und Experten naturgemäß schon mal gar nicht die Hauptzielgruppe, und bei den Anderen scheint die Vermittlung auch im Falle von "Love & Mercy" bravourös zu funktionieren. Die Figur des Brian weckt in der Darstellung beider Schauspieler enorme Sympathie und Anteilnahme, bewirkt dadurch beim Publikum eine starke Solidarisierung und Wertschätzung hinsichtlich seiner künstlerischen Ambitionen und ihrer Umsetzung, was letztlich dazu führt, dass auch die bekannt geglaubte Musik plötzlich mit ganz anderen Ohren gehört und auf neue Weise wahrgenommen wird. Was will man eigentlich noch mehr? Die wenigsten Kinogänger werden die "Pet Sounds Sessions"-Box im Schrank haben, und wenn man dann z.B. plötzlich zum ersten Mal nur die Instrumente hört und den Entstehungsprozess sieht, hat das schon eine überraschende Wirkung, die der "eingeweihte" Fan vielleicht gar nicht mehr so nachvollziehen kann. Wen interessiert da noch, dass der Landy im persönlichen Kontakt sicher auch ein sehr umgänglicher und charmanter Typ sein konnte? Physisch hat er Brian wahrscheinlich das Leben gerettet, aber gleichzeitig ein Leben daraus gemacht, das es im Grunde nicht Wert war, gelebt zu werden, weil es ihm nur darum ging, einen in seinem Sinne "funktionierenden" Brian zu erschaffen, so wie Brian sein Leben lang immer nur "funktionieren" sollte, für den Vater, für die Band, für die Plattenfirma, für die Familie. Seine eigenen Ansprüche wurden immer als "egoistisch" abgetan und unterdrückt, und dieser permanente Druck und Selbstzweifel hat ihn gründlicher ruiniert als alle Drogen. Das ist doch eine wichtige Message für jeden von uns, pathetisch gesagt: für die Gesellschaft, in der wir leben, insgesamt, und die kommt im Film dankenswerterweise deutlich rüber, gerade WEIL man sich bei der Figurenzeichnung auf die dafür entscheidenden Aspekte beschränkt hat.
Mehr kann und sollte man meiner Meinung nach von so einem Projekt nicht erwarten, insofern geht mein Daumen klar nach oben, und für die Details, die auf der großen Leinwand allzu oft allzu schnell in allzu großer Menge vorbei rauschen, freue auch ich mich auf die Heimkino-Nachbereitung im Herbst.
Zuletzt geändert von Uwe am 24. Jul 2015, 17:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Love & Mercy Biopic

Beitragvon Uwe » 24. Jul 2015, 14:34

PS: Bin ja selbst auch vielleicht noch einigen hier als Melinda-Skeptiker in Erinnerung, auch aufgrund künstlerischer Entscheidungen und Weichenstellungen, die ich bedauerlich fand (und finde) und an denen sie dem Vernehmen nach zumindest "maßgeblich beteiligt" war. Trotzdem gibt es einen wesentlichen Unterschied zu früheren "Strippenziehern" wie Landy: Das Leben mit ihr war Brians ureigener Wunsch und seine vielleicht erste wirklich freie Lebensentscheidung nach Jahren faktischer Entmündigung - keine Bedingung, die er erfüllen, kein Preis, den er bezahlen, keine Erwartung, der er entsprechen musste. Ihr nehme ich auch ab, dass sie nach bestem Wissen und Gewissen das tut wovon sie glaubt, dass es das Beste für IHN ist, und ihn nicht nur benutzen will. Er selbst ist davon offenbar auch überzeugt, vertraut ihrem Urteil und scheint (im Rahmen seiner Möglichkeiten) glücklich damit zu sein. Das sollten wir unabhängig von unseren eigenen Wünschen und Erwartungen vielleicht auch einfach mal so respektieren.
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Re: Love & Mercy Biopic

Beitragvon Roland » 27. Jul 2015, 23:10

Inzwischen wird bei Amazon Amerika der Soundtrack angekündigt.
In den Staaten hat der Film in den zwei Monaten seit seinem Start über 12 Mio. eingespielt, das ist eine Größenordnung, die sich bei den Oscar-Nominierungen positiv auswirken kann.
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Re: Love & Mercy Biopic

Beitragvon Martin » 28. Jul 2015, 20:57

Eigenartig finde ich aber - der Film hatte viele Besucher. Bis heute gibt es davon noch keinen Stream oder ähnliches im Internet - wobei das sonst bei überall möglich ist. Einen Film wie "Jurassic World" konnte man sich 1 Woche nach Kinostart schon angucken :). Nicht, dass ich ein Freund von sowas wäre...
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