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Love & Mercy Biopic


Re: Love & Mercy Biopic

Beitragvon Michael » 11. Jun 2015, 21:51

Hui, über 100 gelistete Presseberichte bei Google News für einen Film über Brian, ja das ist wirklich erstaunlich.

Glaube aber nicht, dass ich mir den Film ansehen werde :mrgreen:
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Re: Love & Mercy Biopic

Beitragvon Roland » 11. Jun 2015, 22:27

So, jetzt habe ich den Film gesehen. Und zwar in einer Exclusiv-Vorstellung, denn ich war der einzige Besucher - verständlich um 18.00 h bei strahlender Sonne nach einigen kühlen und regnerischen Tagen.
Der Film ist SEHR GUT!
Er funktioniert auf allen Ebenen. Als Würdigung für Brian, als Musikfilm nicht nur für BB-Fans, als Spielfilm mit einer Liebesgeschichte, als Geschichte über einen psychisch kranken Mann und nicht zuletzt auch als formal gelungener Film mit ausgezeichneten Darstellern.
Wer mäkeln möchte findet auch was: Die Haupt-Figuren sind bis auf Brian etwas eindimensional geraten, die Guten (also Melinda) sind gut, die Bösen böse. Da ist viel vereinfacht und weggelassen worden, allerdings aus gutem Grund: So blieb mehr Zeit für die Szenen mit Brian bei der Arbeit im Studio mit der Wrecking Crew und bei den Gesangsaufnahmen, die 1:1 den Pet Sounds- und Smile-Sessions wie wir sie von den CDs kennen nachempfunden sind.
Wenn man sich an Brians Interviews und Auftritte aus der Landy-Zeit erinnert, kann man sich kaum vorstellen, dass er so viel geredet und agiert hat wie im Film dargestellt wurde. Für mich sind das keine echten Kritik-Punkte.
Der Soundtrack unterstützt vor allem die Szenen mit dem wegdriftenden Brian und wird hoffentlich mal veröffentlicht.
Ich freue mich schon auf die DVD, wenn ich dann nach Belieben einzelne Szenen immer wieder anschauen kann.
Hoffentlich findet der Film künftig noch ein paar mehr Zuschauer als heute mit mir allein.
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Re: Love & Mercy Biopic

Beitragvon Manfred » 12. Jun 2015, 17:22

Habe ihn gestern in Köln mit Günter Gries und Frano Graff auch gesehen. 17 Besucher waren wir.
Nun ja, ich finde den Film durchwachsen. Ein Klischee wird ans andere gereiht, all die Stationen und Ereignisse, die der fan in Büchern gelesen hat. Diese Darstellungen sind durchaus gut gemacht, z.B. Brian´s Zusammenbruch im Flugzeug, das nachgestellt Sloop John B Video (echt klasse), Brian im Bett, Pet Sounds und Smile sessions etc.

Aber wie Roland schon andeutet, die Bösen sind NUR böse und umgekehrt.
Landy wird wirklich übel dargestellt, ich habe ihn selber mal kennen gelernt und fand ihn eigentlich nicht unsympathisch.
Aber ob er ein solcher Schurke war ? Und Murrey desgleichen. Wie bereits erzählt, hat Marilyn diesbezüglich auch sehr positive Erinnerungen. Und Melinda (erinnert Euch, sie wurde in Insiderkreisen auch "Melandi" genannt, ist natürlich die Heilige. Dass sie mit Brian teils genauso umgesprungen ist wie Landy, wurde mir oft berichtet (wörtlich: "She pulls all the strings, Brian is a marionette"), aber das wird natürlich nicht beleuchtet.

Wer über Brian wenig oder gar nichts weiß, und die Darstellung des Filmes für real hält - und das werden nicht wenige sein, tut mir Leid. Brian wird sehr einseitig dargestellt, die nicht depressive Seite kommt viel zu wenig rüber.

It´s only a movie................die DVD kaufe ich bestimmt nicht. Die würde nur in der Ecke verstauben.
Aber probiert es selbst aus. Dies ist schließlich NUR meine Meinung.

Übrigens ist der Film nicht synchrinsiert, die Mühe hat man sich nicht gemacht, er hat Deutsche Untertitel -
fand ich persönlich allerdings nicht so störend.
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Re: Love & Mercy Biopic

Beitragvon Roland » 12. Jun 2015, 21:30

Ich habe eine synchronisierte Fassung gesehen.
Manfred, deine Anmerkungen sind völlig richtig. Wenn man den Schwerpunkt auf die Geschichte von Brian legt. Aber die Intention war offensichtlich eine andere, jedenfalls in dem Dano-Teil, da liegt der Schwerpunkt bei Brians Arbeit. Überhaupt geht es in beiden Teilen ja nur um einen sehr begrenzten Zeitraum, was natürlich zu einer verkürzten Darstellung führt. Man braucht für die richtige Einordnung etwas Insider-Wissen. Oder eben doch nicht, weil es letzten Endes, um Brians wichtige Rolle in der Musikgeschichte zu erkennen, weder besonders detailgenaues Wissen über Landy noch Melinda braucht. Viele Kritiken, die ich gelesen habe, lassen zwischen den Zeilen oder auch sehr offen lesen, dass Melinda als Beraterin ihre Figur etwas zu positiv erscheinen ließ oder ohne Landy Brian vermutlich nicht mehr am Leben wäre.
Ich kenne natürlich auch die Geschichten von der Marionette und war lange Zeit sehr voreingenommen gegen Melinda. Heute denke ich, dass sie trotz aller Vorbehalte gut für Brian ist und bin froh, dass er sie hat.
Mal weg von der Tatsache, dass es um die reale Person Brian geht und wir über ihn ein bisschen was wissen, weg von Fakten(un)genauigkeit: Der Film ist super. Er langweilt nicht, er weckt Anteilnahme an seinen Figuren, er bringt das 60'er-Feeling gut rüber, Farben, Kostüme, Ausstattung - gelungen, der ständige Wechsel zwischen den Zeiten funktioniert usw. Dieser Film wäre immer noch glaubhaft, packend, unterhaltsam, wenn es eine völlig erfundene Geschichte wäre.
Eine Freundin meiner Tochter, Mitte 20 und weit, weit weg von den Beach Boys hat es genau so erlebt.
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Re: Love & Mercy Biopic

Beitragvon Manfred » 13. Jun 2015, 18:42

Ja, Farben, Kostüme, Ausstattung sind SEHR gut gelungen und ich bin auch der Ansicht, daß Melinda ihm gut tut.

Meiner Ansicht nach sind nur einfach ZU viele Klischees enthalten; alles was man als "Stationen" in Büchern oder Filmen fand, wurde genau in der Reihenfolge bedient. Und dieses schwarz/weiß sehen.. Als insider hätte ich mir das persönlich etwas anders gewünscht.
Anyway.

Daß es eine synchronisierte Fassung gibt, erstaunt mich doch sehr.
Aber wie gesagt, die Untertitel in Köln haben mich nach kurzer Zeit nicht mehr gestört, weil der Amiton auch interessant ist. Das ist ein Programmkino, dort laufen die englischsprachigen Filme wohl in der Regel im Original.
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Re: Love & Mercy Biopic

Beitragvon Martin » 14. Jun 2015, 13:23

Tjo, wie gesagt, es ist ein Spielfilm. Und wenn man schon wirklich namhafte Schauspieler dafür verpflichten konnte, wird man davon ausgehen müssen, dass die Produzierenden damit Gewinne erwirtschaften wollen. Dass es dann keine 1:1 Nacherzählung wird, war abzusehen.

Grundsätzlich hat man sich konservativ der Dreiecksbeziehung bedient. Zu jedem Glück gehört auch eine gehörige Menge Unglück. Melinda die Gute, Landy der böse. auf der einen Seite, muss man sagen: Landy hat Brian den Arsch gerettet. Nur wollt er dann irgendwann mehr und zu viel. Und gewisse Dinge dürften - wenn auch überzeichnet - ja auch so ähnlich passiert sein.

Auf der anderen Seite kam es aber auch so rüber, dass die Beach Boys wirklich nur Brian´s Band nach außen waren... hmm.... aber gut. War halt auf Brian zugeschnitten. Für eine "Biographie" war es mir dann aber doch wieder zu schnulzig... also die Brian & Melinda Story. Brian war ja damals schon ziemlich am Sand, kann mir nicht vorstellen, dass er sich beim Kennenlernen wirklich so eloquent ausgedrückt hat :)
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Re: Love & Mercy Biopic

Beitragvon musikbrock » 18. Jun 2015, 12:28

Hab den Film jetzt zum 2. Mal gesehen. In Nürnberg geht er in die 2. Woche - immerhin.
Beim Preview (Freikarten durch Bayern 2) waren rund 70 Leute, am Sonntagabend dann 12.
Hier läuft er jeden Tag in den 2 Fassungen(einmal OmU und einmal synchronisiert) und an den WE
sogar noch ein 3. Mal um Mitternacht.
Was zum Film zu sagen ist, ergibt sich für mich aus dem Mix der Beiträge vor meinem hier -
mich hat der Film umgehauen, ich hatte anfangs minutenlang Gänsehaut, das kann aber schon auch
an der hervorragenden Musik-und Ton-Qualität des Kino-Erlebnisses liegen. Seitdem höre ich mal wieder
seit Tagen alte Brian- und BB-Songs mit Bootlegs usw usw. Für mich war das ein richtig tolles Erlebnis
mit all den Gedanken "zurück" und in das aktuelle Leben von Brian und den ihn Umgebenden.
Ich bin auch dankbar, dass ich mich hier im Forum austauschen kann und das von musikalisch Gleichgesinnten
"Erlebte/Empfundene" dazu mit einbeziehen darf.
Ich hab den Film jeweils mit ein paar Freunden gesehen - die Meinungen von diesen (nicht so Brian-bezogenen,
wie wir hier) war überdurchschnittlich positiv. ....und ich glaub nicht, dass das nur an meiner Einladung lag ;)

Also: Schön, dass es das Forum hier gibt :D :D :D
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Re: Love & Mercy Biopic

Beitragvon Roland » 19. Jun 2015, 13:48

Voraussichtlicher Termin DVD-Veröffentlichung: 15. Oktober
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Re: Love & Mercy Biopic

Beitragvon beachbacchus » 20. Jun 2015, 13:49

Seit Donnerstag hat sich nun auch im Würzburger Raum ein Programmkino gefunden, das den Film zeigt. Gestern haben meine Augen und Ohren den Film gesehen und gehört (mit einigem Wohlgefallen!). Mein Herz hat er nicht erreicht.

Der, um den es geht, kann da sicher nichts dafür. Daher ein fröhliches: Happy Birthday Brian!!! Hoffentlich reicht die Puste noch, alle 73 Kerzen auszublasen. :)

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Re: Love & Mercy Biopic

Beitragvon hoddori » 24. Jun 2015, 13:01

Following is the official statement regarding Brian's postponed tour of the U.K.:

Due to the overwhelming success of Brian Wilson’s movie ‘Love and Mercy’ which has opened in the US to critical acclaim, Brian has had to postpone his current UK tour planned for September 2015 due to commitments in the US. He will be back in the UK and Europe in 2016 with a string of concerts to mark the 50th Anniversary of his seminal album ‘Pet Sounds, which will be his final European tour’.

Brian says “ I’m sorry I won’t be able to make these shows this year, but I look forward to seeing all my fans in 2016 to help me celebrate 50 years of ‘Pet Sounds’. This will be my final European tour. I hope you all enjoy my movie when it opens in the UK on July 10th, I’ll see you all soon, Best Brian

Tickets holders are advised to get refunds for the 2015 shows from the point of purchase.


aus des Meisters Webseite.

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