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Brians Rock'n'Roll-Album


Re: Brians Rock'n'Roll-Album

Beitragvon Roland » 25. Mär 2016, 13:18

Auch im neuesten Uncut-Interview äußert sich Brian zu dem Projekt, dort werden neben Cover-Versionen der üblichen Rock'n'Roller auch noch die Beatles und die Stones genannt.
Und, ja, er arbeitet viel mit Joe Thomas. Frage: What ist it about Thomas that you like? Antwort: His chords. I like the way he play chords on the piano.
Ich persönlich habe kein Problem mit Cover-Alben von Brian wie auch von anderen Künstlern nicht. Manchmal kommen doch da ganz interessante Neuinterpretationen heraus. Nicht jede der letzten neueren Kompositionen von Brian waren umwerfend, da ist mir ein gelungenes Cover lieber. Gershwin und Disney mag ich gern, auch den einen oder anderen Beitrag zu diversen Tribute-Alben.
Es gab mal eine lange Zeit, da hörte man von Brian überhaupt nichts mehr und es war auch nichts mehr zu erwarten. Heute ist es nicht positiv genug zu bewerten, dass man sich auf Neues (Altes) von ihm freuen kann.
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Re: Brians Rock'n'Roll-Album

Beitragvon Martin » 27. Mär 2016, 12:16

Hmm... eigentlich ist Brian mit keinem Solo-Album das große Wurf gelungen. So ehrlich muss man sein.

"Brian Wilson" war zu sehr 80er mit den Synthizern. Russ Titleman hab Brian damals sogar ausgelacht, weil Brian wirklich einen "echten Schlagzeuger" für die Aufnahmen verwenden wollte. "Imagination" hat teilweise gutes Material, aber da ist mir fast "zu viel Brian" von den Vocals her und auch wieder überproduziert. "Getting in over my head" war die erste Aufnahme mit der Band... hatte Schwachstellen, und wieder "zu viel Brian" in den Backings. Das neue finde ich musikalisch schrecklich, von der Instrumentierung, von den Texten besonders..und die Lieder sind nicht wirklich gut.

ich hab es bis heute noch nicht geschafft, mir das Album ganz anzuhören.

"That lucky old sun" war subjektiv sehr gut. Und dann kommt schon "Orange crate Art", das ja eigentlich kein Soloalbum war. Dann würde ich schon das Gershwin-Album nehmen.

Ob Brian wirklich Rock´n´Roll machen könnte... hmm.... vielleicht im Stil der 50er, könnte ich mir vorstellen....
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Re: Brians Rock'n'Roll-Album

Beitragvon gerold » 28. Mär 2016, 20:01

In der Tat, lieber Martin,

waren - und sind - Brians Solos gewöhnungsbedürftig. Wirklich schlecht möchte ich nicht sagen, denn auf jedem seiner Alben gab es schöne Songs - die letzten vier Tracks auf Lucky Old Sun beispielsweise. Und das gilt auch für sein Letztes. Aber er schrammt immer wieder knapp an der Peinlichkeit vorbei - Brian Wilson halt, das Genie, nicht zu kritisieren. Und jetzt noch ein Rock'n Roll Album ... Da kann man nur viel Erfolg wünschen.

Joe Thomas ist nur der Producer und musste immer wieder auf Tracks zurückgreifen, die in den Neunzigern halbfertig aufgenommen wurden. Was will man denn da heute noch machen? Natürlich die neueste Technik, ist doch klar. Da klingt eben der eine oder andere Sänger etwas merkwürdig - was man ja hören kann. Oder er muss nachträglich noch angepasst werden ...

Nur eine Anmerkung dazu - Stars n Stripes ist klanglich eine der besten CDs, die ich überhaupt habe - und das gilt bis heute. Joe Thomas ... Just for Info.

Ein Gruß

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Re: Brians Rock'n'Roll-Album

Beitragvon Martin » 28. Mär 2016, 20:28

Da fangt das Problem ja schon an - "Stars & Stripes" mag ich überhaupt nicht.

Man kann natürlich die "neueste Technik" verwenden. Nur kenne ich keine "moderne" Band, die so steril klingt. Wenn dann kann man die Aufmachung vom dem, was Joe Thomas produziert, fast schon dem Schlager-Genre zuordnen. Auch von den anderen "Altmeistern" klingt niemand so. Bob Dylan nicht, McCartney nicht. Für mich geht das alles, was Joe Thomas (in meinen Ohren verbricht) macht in Richtung reiferes, gesetztes Publikum auf einer Kreuzfahrt.

Und nur auf Tracks aus den 90ern zurückgreifen, glaube ich nicht. Gut, als er damals mit Joe Thomas zusammen gearbeitet hat, haben sie viele Songs gemacht bzw. probiert. Das hat er mit anderen Leuten auch. Aber was vielen anderen war über die Jahre etwas zu hören, Bootleg oder so. Von dem, wovon Joe Thomas sagt er habe es mit Brian in den 90ern geschrieben, kam nie etwas. Und auch wenn man frühere Ideen aufgreift, muss man sie nicht mit richtig dümmlichen Texten versehen. Gut, bei einem Cover-Album wird das nicht passieren.

Dennoch - das was ich als "modern" oder "moderner" ansehe war schon das, was er mit Scott Bennett gemacht hat - und das finde ich schade, dass diese Zusammenarbeit nicht weiterverfolgt wurde.
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Re: Brians Rock'n'Roll-Album

Beitragvon Manfred » 30. Mär 2016, 21:47

Ja, ist verstehe, was Du meinst. Das mit der Kreuzfahrt passt ganz gut. James Last...........
Der Biß fehlt. Ich hätte mir damals 1988 Todd Rundgren als Produzenten gewünscht, da wäre bestimmt etwas GANZ anderes bei herausgekommen.
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Re: Brians Rock'n'Roll-Album

Beitragvon gerold » 31. Mär 2016, 13:40

Mich wundert immer mehr, wie schnell man seine Meinung ändern kann.

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Re: Brians Rock'n'Roll-Album

Beitragvon Manfred » 31. Mär 2016, 17:30

Wer tut das ? Ich habe nur gesagt, daß ich "ganz gut" finde, was er - nach anderen - mit Brian gemacht hat. Perfekt ist das nicht.
Aber besser als Gary Usher oder Russ Titleman etc., das schon.
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Re: Brians Rock'n'Roll-Album

Beitragvon Martin » 31. Mär 2016, 22:47

Ich ändere meine Mienung auch nicht. Dass ich Joe Thomas nicht mag, hab ich schon immer gesagt. Dass ich Stars & Stripes nicht mag, hab ich auch immer gesagt. Bei der neuen BB Platte war ich sehr optimistisch, wegen den Schnippseln die ich hörte. Dass dann so etwas bei rauskommt, konnte ich nicht ahnen. Gut, es waren einige gute Sachen drauf. Die letzten drei Songs waren gut.

Bei Brian´s neuer Platte war ich vom Schnipsel aus "The last song" begeistert. Das ist eigentlich auch noch immer der Höhepunkt des Albums. Die anderen guten Songs sind immer noch "One Kind of love" und "Somewhere quiet". So etwas wie "Sail away" mag ich gar nicht. Mainstream Pop der beim Mainstream nicht ankommt. Keine Ecken, keine Kanten. So dahingeträllert halt. Bei "on the Island" habe ich schon sogleich moniert, dass der Text einfach nur grottig ist. ich bin voller Bewunderung für Zoey Dechanel, dass sie das mit solch einer getragenen Würde hinnimmt. Sorry... 2016... "ja, wir haben eine 7-Tages Kreuzfahrt gebucht, sind auf einer Insel gestrandet... dort haben wir kein Premium-Kabel Fernsehen. Wir haben die Miete nicht bezahlt, mit dem Geld dass du schicktest kauften wir einen Farb-Fernseher..." (warum muss man 2016 noch extra betonen, dass es ein Farb-Fernseher war???) ... und dann geht es weiter.... "ich ging in den Supermarkt. ich habe vergessen warum ich hin bin...." ENTSCHULDIGUNG!!!!

ich bleib dabei: Lucky old Sun war gut. Die Gershwin Sachen waren gut. Alles was Brian Wilson/Scott Bennett gemacht haben war gut und modern geschrieben. Brian sagt in Interviews hier und da immer mal, dass er mit Joe Thomas nicht arbeiten will. Nach Imagination sagte er, dass er mit Joe Thomas nicht mehr arbeiten möchte, sondern nur noch mit Andy Paley. Nach NPP sagte er, dass er mit Joe Thomas nicht mehr arbeiten will, sondern nur noch mit Scott Bennett... jetzt weiß ich natürlich, dass er eine Fahne im Wind ist... aber da hat Melinda ihre Finger wieder massivst im Spiel...
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Re: Brians Rock'n'Roll-Album

Beitragvon gerold » 1. Apr 2016, 11:56

Lieber Martin,

aber wenigstens ein Rettungsanker bleibt Dir ja noch - Brians Christmas-Album.

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Re: Brians Rock'n'Roll-Album

Beitragvon Manfred » 1. Apr 2016, 18:28

Im neuesten interview (siehe Smiley Smile board) sagt er ja erstaunlicherweise wieder, daß er gerne mit Joe Thomas arbeitet. Auf die Frage, was er an ihm mag, antwortet er "Ich liebe die Akkorde, die er spielt", als wenn er selbst diese nicht seit 50 Jahren kennen würde..................
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